Die Geschichte der Villa Fliedner

1891 ließ sich der Hobbyarchäologe Dr. Carl Fliedner (geb. 1853, gest. 1930) als Landarzt in Monsheim nieder. Mit seinem Kutscher fuhr er von hier nach dort und behandelte auf sehr beherzte, bisweilen raue Art seine Patienten. Man nannte ihn auch den "Blitzer".

1898 begann er mit dem Bau der "Villa Fliedner", die auf einer Kelleranlage aus dem 18. Jh. errichtet wurde. 1900 konnte er die Villa mit seiner Braut, Fräulein Änne Methler, beziehen. Drei Töchter belebten bald das Haus.

Dr. Carl Fliedner, ein Sohn des Pastors Theodor Fliedner, der als Begründer der Diakonie in Deutschland bekannt ist, war hier auch als Bahnarzt tätig. Viele seiner archäologischen Funde, die er in seiner Zeit gesammelt hatte, wurden dem Römisch-Germanischen Museum in Mainz übergeben und können dort auch heute noch besichtigt werden.

Siehe auch www.fliedner-kulturstiftung.de

 


 

Nach dem Tode von Dr. Carl Fliedner 1930 führten die Frauen des Hauses die Villa durch die Wirren der Zeit. Die riesige Kelleranlage unter der "Villa Fliedner" diente in den Jahren 1944/45 für viele Monsheimer als Luftschutzkeller.

Auch heute ist die "Villa Fliedner" noch in Familienbesitz und steht unter Denkmalschutz. Die jetzt 4. Generation versucht im 2007 eröffneten Gästehaus "Villa Fliedner", die Tradition mit der Moderne zu verbinden.